Hans Busch

Dienstag, 29. Januar 2013 um 17.00 Uhr
Tagungs- und Verwaltungsgebäude der AWO
Henschelstraße 11, 60314 Frankfurt am Main
Hans Busch, Enkel des Gründers der SPD Hannover, wurde 1930 in Frankfurt geboren. Die Erfahrungen des Weltkriegs prägten ihn sehr. Seine ersten politischen und sozialen Erfahrungen machte er ab 1945 bei den Falken. 1947 begann Hans Busch seine berufl iche Karriere bei der Post und schied 1993 als Postdirektor aus. Er war von 1947 bis 1977 im Bundesvorstand der Postgewerkschaft und Vorsitzender des Hauptpersonalrates Post und Telekom. Von 1977 bis 2011 war er Stadtverordneter, von 1989 bis 1993 Stadtverordnetenvorsteher. Darüber hinaus war er 12 Jahre lang Vorsitzender des Personal- und Organisationsausschusses und 9 Jahre lang Vorsitzender des Sportausschusses. Heute noch ist Hans Busch in der AWO und der SPD in Hausen aktiv, gehört als Ehrenmitglied der TUS Hausen, der Freiwilligen Feuerwehr und dem Kleingärtnerverein an.
TerminÄnderung - Heiner Halberstadt !!!
Frankfurterinnen und Frankfurter erinnern sich !
Erzählcafe der AWO und des Frankfurter Bundes für Volksbildung
Das Programm für das 2. Halbjahr 2012 ist erschienen:
21.8.2012 - Dr.h.c. Ernst Gerhardt
11.9.2012 - Mario Gesiarz
2.10.2012 - Heiner Halberstadt
30.10.2012 - Hedi Tschierschke
27.11.2012 - Yilmaz Karahasan
TerminÄnderung !!!!
"Auf dem Roten Sofa - Heiner Halberstadt"
Dienstag, 2. Oktoner 2012 um 17.00 Uhr
August-Stunz-Zentrum,
Röderbergweg 82, 60314 Frankfurt am Main
Heiner Halberstadt, 1928 geboren, entzog sich der drohenden Einberufung zurWehrmacht. Bis 1955 bei der Deutschen Bundespost tätig, von 1955 bis zu seinerKündigung 1962 wegen kommunistischer Betätigung Geschäftsführer des Vereins„Häuser der offenen Tür“.
Anschließend war er Angestellter bei der Stadt Frankfurt und Vertreter im Gesamtpersonalrat. Von 1989 bis 1992 Referent des Oberbürgermeisters Volker Hauff. Er ist einer der Begründer des Frankfurter „Club Voltaire“.
Er trat 1946 in die SPD und 1998 in die PDS ein und war für sie von 2001 bis 2006 Stadtverordneter in Frankfurt, 2009 gehörte er der 13. Bundesversammlung an.
Auf dem Roten Sofa: Almuth Kummerow
Die Leiterin der Anlaufstelle für straffällig gewordene Frauen gibt einen Einblick
Der Frankfurter Bund für Volksbildung lädt zur neunten Veranstaltung seiner Erzählreihe „Auf dem Roten Sofa“ ein. Almuth Kummerow, Leiterin der Anlaufstelle für straffällig gewordenen Frauen sowie Trägerin des Preises „Olympe de Gouges“ der Sozialdemokratischen Frauen in Frankfurt, spricht über die Aufgaben, Erfolge und Nöte der Beratungsstelle. Die Anlaufstelle begleitet und unterstützt Frauen aus dem Frauengefängnis Preungesheim über ihre Haftentlassung hinweg, um sie wieder sozial zu integrieren. Schon im Gefängnis bietet die Anlaufstelle psychosoziale Beratung und Begleitung an. Die Arbeit kann nur mit dem Vertrauen der Frauen gelingen. Dazu gehört, dass sie das Angebot freiwillig in Anspruch nehmen können.
Das Interview mit Almuth Kummerow führt Renate Wolter-Brandecker, Vorsitzende des Frankfurter Bundes für Volksbildung, am Dienstag, 22. Mai 2012, um 16 Uhr im Speisesaal des August-Stunz-Zentrums (Röderbergweg 82, Ostend). Der Eintritt
ist frei.
Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit dem AWO Kreisverband Frankfurt statt.
Tausendmal STOLTZE - Matinee im Stadtteilzentrum der AWO
Der Frankfurter Bund für Volksbildung und die Sossenheimer AWO lädt alle Freundinnen und Freunde der Frankfurter Mundart zu der Matinee „Tausendmal STOLTZE“ von und mit Mario Gesiarz ins Stadtteilzentrum der AWO, in Sossenheim, Dunantring 8, herzlich ein.
Sie findet am statt
Sonntag, dem 29. April 2012, um 11.00 Uhr.
Der Eintritt ist frei. Spenden sind erwünscht.
Für Mario Gesiarz, Gründer des „Frankfurter Mundart-Rezitations-Theater“, gibt es in diesem Jahr ein Jubiläum zu feiern. Seit Anfang der 90er Jahre ist er in Sachen Mundart unterwegs. An diesem Sonntag gibt er in Sossenheim seine 1000. Vorstellung!
Geboren 1954 in Frankfurt-Höchst, aufgewachsen in Unterliederbach, in die Schule gegangen in Sossenheim, ist für Mario Gesiarz das Rezitieren sein Hobby und der Frankfurter Dichter, Satiriker und Journalist Friedrich Stoltze (1816 -1891) seine Leidenschaft.
Zu Beginn war er solo unterwegs. Dann gemeinsam mit seinem Sohn Viktor. Und seit 1998, nach dem er das Rezi-Babbel-Theater gegründete, gibt es gemeinsame Programme mit dem Mundartdichter und Liedermacher Rainer Weisbecker.
Zwischen zwei Sets wird mit einem Imbiss zum Selbstkostenpreis auch für leibliches Wohl gesorgt.
"Auf dem ROTEN SOFA... Hans Heisel erinnert sich !"
Ein Widerstandskämpfer in der französischen Résistance blickt zurück
Der Frankfurter Bund für Volksbildung lädt zusammen mit dem AWO Ortsverein Sachsenhausen zur achten Veranstaltung seiner Erzählreihe „Auf dem Roten Sofa“ ein. Hans Heisel ist ein ehemaliger Fernschreibobermaat beim Marinestab in Paris und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus in der Résistance. Er gehörte zu den Aufständi¬schen, die das Gebäude des Zentralkomitees der Französischen Kommunistischen Partei (FKP) gegen Angriffe deutscher Truppenteile verteidigten. 1945 kehrte er nach Deutschland zurück. Heute lebt er in Frankfurt am Main und ist im „Verband Deutscher in der Résistance“ und der „Bewegung Freies Deutschland“ aktiv.
Das Interview mit Hans Heisel führt Renate Wolter-Brandecker, Vorsitzende des Frank¬furter Bundes für Volksbildung,
am Samstag, 14. April 2012, um 15 Uhr
in der Begegnungsstätte Riedhof,
Mörfelder Landstraße 212, 60598 Frankfurt Sachsenhausen.
Der Eintritt ist frei.
Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit dem AWO Kreisverband Frankfurt statt.
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Auf dem Roten Sofa...Armin Clauss erinnert sich !
Wann:
27. März 2012
Wo:
August-Stunz-Zentrum
Röderbergweg 82; 60314 Frankfurt
"So war das damals in Frankfurt ....Lilli Pölt erinnert sich !"
Erzählcafe mit Lilli Pölt.
Frau Dr. Renate Wolter-Brandecker, Vorsitzende des Frankfurter Bundes für Volksbildung interviewt die langjährige Stadträtin Lilli Pölt.
Wann:
Dienstag, 31.1.2012 um 16.00 Uhr
Wo:
Speisesaal des August-Stunz-Zentrums,
Röderbergweg 82, 60314 Frankfurt am Main
Eine Veranstaltung des Frankfurter Bundes für Volksbildung und der AWO Geschichtswerkstatt, sowie der AWO Ostend.
Lilli Pölt
(aus 100 Frankfurter Köpfe)
Sie überlebte alle Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister der letzten 40 Jahre. Sie ist ein Stück soziales Gewissen dieser Stadt. Lilli Pölt, mittlerweile reichlich im Rentenalter, hat als ehrenamtliche Stadträtin der SPD immer ein Ohr für die Bürger dieser Stadt. Dabei war und ist es ihr immer reichlich egal, aus welcher Fraktion die Anfragen kamen. Parteipolitik war nicht ihr Ding, Lilli macht Menschenpolitik.
Ihr erster Eindruck von Frankfurt damals?
Mit meiner Mutter war ich auf der „alten Schirn“ Wurst essen.
Wie würden Sie Frankfurt heute beschreiben?
Multikultunrell und weltoffen, große Wirtschaftskraft, sozial und mit viel Gutem.
Was ist Ihr Lieblingsplatz in Frankfurt?
Der Römerberg und der Paulsplatz.
Welches Lokal/Restaurant besuchen Sie am liebsten?
Aus Zeitmangel habe ich kein besonderes Lokal.
Wo möchten Sie in Frankfurt wohnen?
In der Innenstadt oder in der Nordweststadt.
Welche Leistungen Frankfurts bewundern Sie am meisten?
Den Wiederaufbau nach dem Krieg.
Welche Frankfurter Persönlichkeit bewundern Sie am meisten?
Oberbürgermeister Walter Kolb.
Wo waren Sie noch nie in Frankfurt? Wo möchten Sie unbedingt in Frankfurt einmal hingehen?
Ich kenne mein Frankfurt. Neues schaue ich mir immer an.
Welchen Frankfurter würden Sie gerne einmal treffen und kennen lernen?
Alle, die ich oft treffe, sind mir sehr wichtig.
Ihre Lieblingsbeschäftigung in Frankfurt?
Politik für die Bürgerinnen und Bürger betreiben. Mein Kleingarten pflegen.
"So war das damals..." - Erika und Günter Arndt erinnern sich !
Nach Frolinde Balser, Friederike Satvary und Hilde Kremer kommen nun Erika und Günter Arndt in das Erzähl-Cafè des Frankfurter Bundes für Volksbildung.
Erika und Günter Arndt haben sich als Gewerkschafter und Mitglieder der Arbiterwohlfahrt (AWO) ihr Leben lang sozialpolitisch engagiert. Günter Arndt ist Neffe der Widerstandskämpferin Johanna Kirchner, die wegen ihres Einsatzes für die Menschenrechte 1944 von den Nazis hingerichtet wurde, und Bruder des früheren Frankfurter Oberbürgermeisters Rudi Arndt (SPD).
Moderation: Dr. Renate Wolter-Brandecker (Vorsitzende des Frankfurter Bundes für Volksbildung)
Wann:
Dienstag 22.11.2011 um 16.00 Uhr
Wo:
August-Stunz-Zentrum,
Röderbergweg 82, 60314 Frankfurt am Main
Vernissage im Stadtteilzentrum der AWO
Schüler von Peter Kullmann zeigen ihre Werke
Die Schülerinnen und Schüler der Malschule „Atelier Peter Kullmann“ stellen ihre Werke auch in diesem Jahr im Stadtteilzentrum der AWO in Sossenheim, Dunantring 8, aus.
Die Bilder in Aquarell- und Acryltechnik zeigen vielerlei Möglichkeiten, wie man als Kunstschaffende seinen Wahrnehmungen, Gefühlen und Träumen Ausdruck verleihen kann und zwar nicht nur in Darstellung von Menschen und Natur, sondern auch seiner Visionen. Die vielen verschiedenen und eigenartigen Stilrichtungen und Darstellungsweisen der Künstler sind wirklich sehenswert.
Die Ausstellungs-Eröffnung ist am
Freitag, dem 7. Oktober 2011um 18.00 Uhr
im Stadtteilzentrum der AWO, Dunantring 8
Sinan Ertan, Schüler von Peter Kullmann, wird die Vernissage musikalisch begleiten. Der Eintritt ist frei.
Die Öffnungszeiten sind montags, mittwochs und donnerstags von 11.00 bis 14.00 Uhr. Für Gruppen besteht die Möglichkeit, nach telefonischer Vereinbarung unter den Nummern (069) 341812 oder (069) 34828020, auch außerhalb der Öffnungszeiten die Ausstellung zu besuchen. (YK)
Auftakt der AWO Lesereise 2011:
„Geiseldrama in Dribbdebach“ und „Der Wundermann“
Dienstag, 21. Juni, 19 Uhr im Stadtteilzentrum der AWO Niederrad (Triftstraße 7)
Frankfurt am Main / Niederrad, Juni 2011. – Nach der beliebten Veranstaltungsreihe „Frankfurt liest ein Buch“ begibt sich jetzt die AWO Frankfurt in Kooperation mit dem Frankfurter Bund für Volksbildung auf eine spannende Lesereise mit gleich zwei Frankfurter Büchern: der Krimi von Frank Demant „Geiseldrama in Dribbdebach“ und Ursula Neebs historischer Roman „Der Wundermann“ entführen die Zuhörer in zwei fantastische Frankfurter Welten. Zur Auftaktveranstaltung am Dienstag, 21. Juni 2011, um 19 Uhr lädt der AWO Ortsverein Niederrad in das Stadtteilzentrum in die Triftstraße 7 ein. Der Eintritt ist frei, Getränke und Snacks stehen bereit. Die erfahrenen Vorleserinnen Elke Herfert und Anette Beidig kommen von „Freiwillig – die Agentur in Frankfurt“, die im Auftrag der Arbeiterwohlfahrt ehrenamtliche Projekte vermittelt.
Frank Demant: „Geiseldrama in Dribbdebach“
Eines tristen Tages betritt Simon Schweitzer, Privatier und Detektiv aus Leidenschaft, die Filiale der Teutonischen Staatsbank, um sich über deren Gebührenpolitik zu beschweren. Doch dann gerät er unversehens in einen Überfall, der von Anfang an etwas seltsam anmutet. Die Geschichte handelt im Sachsenhäuser Kneipenmilieu und dreht sich um zwischenmenschliche Beziehungen, die nirgends schöner kulminieren können als in kleinen, überschaubaren Räumlichkeiten wie z. B. Bier- oder Weinkaschemmen. Das Humoristische kommt garantiert nicht zu kurz …
Ursula Neeb: „Der Wundermann“
Als der geheimnisvolle Martin im spätmittelalterlichen Frankfurt auftaucht, ist die ganze Stadt entzückt. Nach kurzer Zeit verkehrt er bereits in den besten Kreisen und bezaubert die feine Gesellschaft rund um den Römer. Für sie ist er der Wundermann, doch sie kennen das Lebensmotto des Erzschelms nicht: Die Welt will betrogen sein. Ursula Neebs Roman handelt im Frankfurt des 16. Jahrhunderts, in dem Gaukler, Pfaffen und Goldmacher die Messestadt unsicher machen …
Blues-Matinee im Stadtteilzentrum der AWO
Der Frankfurter Bund für Volksbildung und die AWO Sossenheim laden alle Freundinnen und Freunde des Blues zur nächsten Blues-Matinee herzlich ein. Sie findet am Sonntag, den 15. Mai 2011, im Stadtteilzentrum der AWO, Dunantring 8, statt. Der Beginn ist um 11.00 Uhr und der Eintritt ist, wie immer, frei.
Als „Down Home Percolators“ bekannte Bluesmusiker Klaus „Mojo“ Killian (Gesang, Bluesharp, Gitarre) und Bernd „Snoopy“ Simon (Gesang, Gitarre) spielen den traditionellen Blues der 20er bis 50er Jahre – mit authentischen Sound, aber in eigener Interpretation; mit Respekt vor der Tradition, aber immer mitreißend und dynamisch, mit virtuosem Mundharmonika- und Gitarrenspiel, vor allem aber mit jede Menge Feeling.
Zwischen den Sets ist auch für das leibliche Wohl der Gäste zu zivilen Preisen bestens gesorgt. Marianne Karahasan, Leiterin des Stadtteilzentrums der AWO, ist überzeugt, dass auch diese Matinee für die Freundinnen und Freunde des Blues, wie in den vergangenen Jahren, zu einem unvergessenen Erlebnis werden wird.
Viele Erinnerungen wurden wach
Sossenheim, 12.04.2011: Ein gut besuchter Dia-Vortrag von und mit dem Lokalhistoriker Günter Moos im Stadtteilzentrum der Arbeiterwohlfahrt, am Freitag, dem 8. April, rief bei vielen Besucherinnen und Besuchern Erinnerungen wach und versetzte sie in frühere Zeiten zurück.
Günter Moos verstand es mit seinem „Spaziergang durch Sossenheim“ in Bildern und Beschreibungen den Anwesenden Heimatgefühle zu vermitteln und sie förmlich beim Rundgang mitzunehmen. Auch die geschichtliche Entwicklung kam nicht zu kurz.
Urkundlich erwähnt wird Sossenheim zum ersten Mal 1218. Es gehörte bis 1803 zum Kurfürstentum Mainz und danach bis 1866 zum Herzogtum Nassau. 1866 wurde Sossenheim preußisch; 1928 durch Eingemeindung ein Stadtteil von Frankfurt am Main.
Es wurde offensichtlich, dass Menschen, ob Eingeborene oder Zugezogene, doch eine tiefe Beziehung zu ihrem Stadtteil haben und auf die Geschichte sowie ökonomische, soziale, kulturelle und politische Entwicklungen und Veränderungen, die sie teilweise mit erlebt und mit gestaltet haben, sehr interessiert sind.
Übereinstimmend wurde von den Teilnehmern der Wunsch geäußert, dass es nicht bei einem mal bleiben solle, sondern weitere solche Informationsveranstaltungen über die „Heimat“ Sossenheim und Frankfurt folgen sollten. Diesem Wunsch wird der Frankfurter Bund für Volksbildung nachkommen. (YK)
Das Ostend – der Stadtteil voller Überraschungen
Fotoausstellung von Hermann Wygoda im Haus der AWO Frankfurt
Mit rund 30 Fotografien zeigt der Frank-furter Reporter und Fotograf Hermann Wygoda das alte und neue Bild des Frank-furter Ostends. Von der Großmarkthalle und ihrem Umbau in die Zentrale der Eu-ropäischen Zentralbank, eine der wichtigsten und mächtigsten der Welt, bis zur Lahmeyerbrücke wurden die markantesten und interessantesten Motive aus dem Frankfurter Stadtteil ausgewählt, der noch vor wenigen Jahren als „Schmuddel-Stadtteil“ angesehen wurde.
Zu dem Bild des Ostends gehören ebenso die Künstlerateliers, Gref Völsings Rindswürste, die Server im DE-CIX, das Institut für Neue Medien, der Ostpark und der Zoo oder die Automeile auf der Hanauer Landstraße und das Containertermi-nal im Hafen. Auch an das ehemals jüdische Viertel Frankfurts, das in der vernich-teten Synagoge an der Friedberger Anlage sein sichtbares Symbol verloren hat, wird in der Ausstellung mit historischen und aktuellen Aufnahmen gedacht. Mit seinen vor zehn Jahren fertig gestellten Bürogebäuden in der Hanauer Landstra-ße, hatte der Immobilienentwickler Ardi Goldmann die Initialzündung für die Neu-entwicklung der Hanauer Landstraße nach dem Verlust ihrer Aufgabe als Indust-riestandort gegeben.
Die Ausstellung zeigt die Bandbreite des Stadtteils mit historischen Fotos, die die Entwicklung des Stadtteils verdeutlichen. Was im 19. und dem beginnenden 20. Jahrhundert der Hafen war, sind heute im Ostend die IT-Infrastruktur und die Eu-ropäische Zentralbank, die der Stadt weltweites Renomée verschaffen.
„Frankfurts Ostend ist, auch wenn viele das nicht wahrnehmen, einer der vielfäl-tigsten und spannendsten Stadtteile Frankfurts“, sagte die Vorsitzende der AWO Ostend und des Frankfurter Bundes für Volksbildung, Dr. Renate Wolter-Brandecker, in ihrer Einführung zu der Ausstellung. Die Arbeiterwohlfahrt wolle, dass den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in dem Gebäude arbeiten, ein Ge-fühl für den Stadtteil vermittelt wird.
Die AWO Kreisverband Frankfurt am Main e. V. ist sowohl mit ihrer Geschäftsstel-le als auch mit einer ihrer größten Pflegeeinrichtungen, dem August-Stunz-Zentrum, im Ostend verankert. „Als Wohlfahrtsverband wollen wir im Rahmen un-serer Kampagne „Solidarische Stadtgesellschaft“ dafür Sorge tragen, dass der Wandel des Ostends ein sozial verträglicher wird“, erklärt Dr. Jürgen Richter, Ge-schäftsführer der AWO Frankfurt. „Aber natürlich zählt zur Lebensqualität eines Stadtteils noch vieles mehr, insbesondere das kulturelle Angebot. Darum haben wir die Fotoausstellung von Hermann Wygoda hier zu uns ins Haus geholt und la-den alle Ostend-Fans und Interessierte sehr herzlich dazu ein.“
Das Ostend – Fotografien von Hermann Wygoda
Die Ausstellung ist vom 7. Dezember 2010 bis zum 30. April 2011 im Haus der AWO Frankfurt (Henschelstraße 11, 60314 Frankfurt am Main / Ostend) zu sehen.
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 9.00-17.00 Uhr, Freitag 9.00-12.00 Uhr.
Öffentliche Verkehrsmittel: U 6 bis Ostbahnhof, Ausgang Danziger Platz.

120 Jahre Volksbildung in Frankfurt am Main
Dr. Renate Wolter-Brandecker neue Vorsitzende des Frankfurter Bundes für Volksbildung
Die Mitglieder des traditionsreichen Frankfurter Bund für Volksbildung e.V., gegründet vor 120 Jahren zunächst als „Ausschuss für Volksvorlesungen“, haben kürzlich die stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin und Vorsitzende des AWO Ortsvereins Ostend, Dr. Renate Wolter-Brandecker, zur neuen Vorsitzenden gewählt. Sie tritt damit die Nachfolge von Erich Nitzling an.
Der Frankfurter Bund für Volksbildung ist mit großen Frankfurter Namen wie Karl Flesch, Wilhelm Epstein, Carl Tesch und Walter Möller verbunden, die alle in verantwortlicher Position die Volksbildung in der Stadt Frankfurt am Main geprägt haben.
Das „Volksbildungsheim“ am Eschenheimer Tor, die „Volksbühne“, das „Seminar für Politik“ und die „Volkshochschule (VHS)“ gehörten bis zur Kommunalisierung 1977 zum Frankfurter Bund für Volksbildung.
Somit ist der Frankfurter Bund für Volksbildung die „Mutter“ bzw. der „Vater“ der heutigen Volksbildung in Frankfurt am Main, die in diesem Jahr am 19. November 2010 im Rahmen einer Bildungs- und Kulturnacht in der Volkshochschule ihren 120. Geburtstag begeht.
Heute – mit geringen finanziellen Mitteln - beinhaltet das Programm des Frankfurter Bundes für Volksbildung Kultur- und Bildungsveranstaltungen, vom Malkurs über die „Lesereise“ bis zur Filmreihe. „Wir werden mit unseren Angeboten verstärkt in ausgewählte Stadtteile gehen“, zeigt Frau Dr. Renate Wolter-Brandecker die Ausrichtung des Frankfurter Bundes für Volksbildung an. Mit verschiedenen Kooperationspartnern vor Ort sollen Menschen erreicht
werden, die die zentralen Kultur- und Bildungsangebote nicht wahrnehmen.
Zu weiteren Vorstandsmitgliedern wurden Yilmaz Karahasan als stellvertretender Vorsitzender, Bernd Scherf als Schriftführer, Henning Hoffmann als Kassierer und Hans-Dieter Bürger, Rudi Kraus, Anna Latsch, Hans Pleitgen und Wolf von Wolzogen als Beisitzer gewählt.
Allaa beim Äppelwoi
(zur Veranstaltung mit Rainer Weissbecker am 29.10.2010 in Sossenheim)
Wenn auch Rainer Weisbeker, bekannter Frankfurter Mundartdichter, Sänger, Komponist, Gitarrist, Akkordeon- und Bluesharpspieler, also ein Vollblut-Bluesmusiker, am vergangenen Freitag aus seinem neuesten Programm „Allaa bei Äppelwoi“ seine „Bluesikalische Lesung“ im Stadtteilzentrum der AWO in Sossenheim vortrug, war er wahrlich nicht allein. Die Plätze im Saal reichten nicht aus. Es mussten etliche Stühle herein geschleppt werden. Trotzdem mussten viele Gäste des Abends im Flur des Stadtteilzentrums stehend dem Programm folgen. Weisbecker ist halt für die Sossenheimer kein Unbekannter. Durch seine Auftritte im Stadtteilzentrum der AWO in den letzten Jahren konnte er sich einen großen Fankreis aufbauen.
Für die Gäste, die aus anderen „Sprachregionen“ anreisen, gab es zu Beginn des Programms und auch zwischen durch eine humorvolle Einführung in den Frankfurter Dialekt. Dadurch konnten die Zuhörer, die der Frankfurterisch nicht mächtig sind, sprachlich auf das gleiche Niveau gebracht werden. So konnte jeder die dann im Programm folgenden Lieder und Gedichte im Frankfurter Dialekt gut verstehen.
Weisbeker verstand und versteht es meisterhaft, neben heiteren und witzigen Gedichten aus seinen Büchern alte Frankfurter Lieder und Redensarten mit dem zeitgenössischen Mundartblues aus der Feder eines Liedermachers zu einem kurzweiligen Dialektcocktail zu verrühren.
Es war wieder einmal ein Erlebnis für alle Zuhörer im Stadtteilzentrum der AWO in Sossenheim, diesen Cocktail genossen zu haben. (YK)
"So war das damals in Frankfurt ....Lilli Pölt erinnert sich !"
Erzählcafe mit Lilli Pölt.
Frau Dr. Renate Wolter-Brandecker, Vorsitzende des Frankfurter Bundes für Volksbildung interviewt die langjährige Stadträtin Lilli Pölt.
Wann:
Dienstag, 31.1.2012 um 16.00 Uhr
Wo:
Speisesaal des August-Stunz-Zentrums,
Röderbergweg 82, 60314 Frankfurt am Main
Eine Veranstaltung des Frankfurter Bundes für Volksbildung und der AWO Geschichtswerkstatt, sowie der AWO Ostend.
Lilli Pölt
(aus 100 Frankfurter Köpfe)
Sie überlebte alle Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister der letzten 40 Jahre. Sie ist ein Stück soziales Gewissen dieser Stadt. Lilli Pölt, mittlerweile reichlich im Rentenalter, hat als ehrenamtliche Stadträtin der SPD immer ein Ohr für die Bürger dieser Stadt. Dabei war und ist es ihr immer reichlich egal, aus welcher Fraktion die Anfragen kamen. Parteipolitik war nicht ihr Ding, Lilli macht Menschenpolitik.
Ihr erster Eindruck von Frankfurt damals?
Mit meiner Mutter war ich auf der „alten Schirn“ Wurst essen.
Wie würden Sie Frankfurt heute beschreiben?
Multikultunrell und weltoffen, große Wirtschaftskraft, sozial und mit viel Gutem.
Was ist Ihr Lieblingsplatz in Frankfurt?
Der Römerberg und der Paulsplatz.
Welches Lokal/Restaurant besuchen Sie am liebsten?
Aus Zeitmangel habe ich kein besonderes Lokal.
Wo möchten Sie in Frankfurt wohnen?
In der Innenstadt oder in der Nordweststadt.
Welche Leistungen Frankfurts bewundern Sie am meisten?
Den Wiederaufbau nach dem Krieg.
Welche Frankfurter Persönlichkeit bewundern Sie am meisten?
Oberbürgermeister Walter Kolb.
Wo waren Sie noch nie in Frankfurt? Wo möchten Sie unbedingt in Frankfurt einmal hingehen?
Ich kenne mein Frankfurt. Neues schaue ich mir immer an.
Welchen Frankfurter würden Sie gerne einmal treffen und kennen lernen?
Alle, die ich oft treffe, sind mir sehr wichtig.
Ihre Lieblingsbeschäftigung in Frankfurt?
Politik für die Bürgerinnen und Bürger betreiben. Mein Kleingarten pflegen.
"So war das damals..." - Erika und Günter Arndt erinnern sich !
Nach Frolinde Balser, Friederike Satvary und Hilde Kremer kommen nun Erika und Günter Arndt in das Erzähl-Cafè des Frankfurter Bundes für Volksbildung.
Erika und Günter Arndt haben sich als Gewerkschafter und Mitglieder der Arbiterwohlfahrt (AWO) ihr Leben lang sozialpolitisch engagiert. Günter Arndt ist Neffe der Widerstandskämpferin Johanna Kirchner, die wegen ihres Einsatzes für die Menschenrechte 1944 von den Nazis hingerichtet wurde, und Bruder des früheren Frankfurter Oberbürgermeisters Rudi Arndt (SPD).
Moderation: Dr. Renate Wolter-Brandecker (Vorsitzende des Frankfurter Bundes für Volksbildung)
Wann:
Dienstag 22.11.2011 um 16.00 Uhr
Wo:
August-Stunz-Zentrum,
Röderbergweg 82, 60314 Frankfurt am Main
Vernissage im Stadtteilzentrum der AWO
Schüler von Peter Kullmann zeigen ihre Werke
Die Schülerinnen und Schüler der Malschule „Atelier Peter Kullmann“ stellen ihre Werke auch in diesem Jahr im Stadtteilzentrum der AWO in Sossenheim, Dunantring 8, aus.
Die Bilder in Aquarell- und Acryltechnik zeigen vielerlei Möglichkeiten, wie man als Kunstschaffende seinen Wahrnehmungen, Gefühlen und Träumen Ausdruck verleihen kann und zwar nicht nur in Darstellung von Menschen und Natur, sondern auch seiner Visionen. Die vielen verschiedenen und eigenartigen Stilrichtungen und Darstellungsweisen der Künstler sind wirklich sehenswert.
Die Ausstellungs-Eröffnung ist am
Freitag, dem 7. Oktober 2011um 18.00 Uhr
im Stadtteilzentrum der AWO, Dunantring 8
Sinan Ertan, Schüler von Peter Kullmann, wird die Vernissage musikalisch begleiten. Der Eintritt ist frei.
Die Öffnungszeiten sind montags, mittwochs und donnerstags von 11.00 bis 14.00 Uhr. Für Gruppen besteht die Möglichkeit, nach telefonischer Vereinbarung unter den Nummern (069) 341812 oder (069) 34828020, auch außerhalb der Öffnungszeiten die Ausstellung zu besuchen. (YK)
Auftakt der AWO Lesereise 2011:
„Geiseldrama in Dribbdebach“ und „Der Wundermann“
Dienstag, 21. Juni, 19 Uhr im Stadtteilzentrum der AWO Niederrad (Triftstraße 7)
Frankfurt am Main / Niederrad, Juni 2011. – Nach der beliebten Veranstaltungsreihe „Frankfurt liest ein Buch“ begibt sich jetzt die AWO Frankfurt in Kooperation mit dem Frankfurter Bund für Volksbildung auf eine spannende Lesereise mit gleich zwei Frankfurter Büchern: der Krimi von Frank Demant „Geiseldrama in Dribbdebach“ und Ursula Neebs historischer Roman „Der Wundermann“ entführen die Zuhörer in zwei fantastische Frankfurter Welten. Zur Auftaktveranstaltung am Dienstag, 21. Juni 2011, um 19 Uhr lädt der AWO Ortsverein Niederrad in das Stadtteilzentrum in die Triftstraße 7 ein. Der Eintritt ist frei, Getränke und Snacks stehen bereit. Die erfahrenen Vorleserinnen Elke Herfert und Anette Beidig kommen von „Freiwillig – die Agentur in Frankfurt“, die im Auftrag der Arbeiterwohlfahrt ehrenamtliche Projekte vermittelt.
Frank Demant: „Geiseldrama in Dribbdebach“
Eines tristen Tages betritt Simon Schweitzer, Privatier und Detektiv aus Leidenschaft, die Filiale der Teutonischen Staatsbank, um sich über deren Gebührenpolitik zu beschweren. Doch dann gerät er unversehens in einen Überfall, der von Anfang an etwas seltsam anmutet. Die Geschichte handelt im Sachsenhäuser Kneipenmilieu und dreht sich um zwischenmenschliche Beziehungen, die nirgends schöner kulminieren können als in kleinen, überschaubaren Räumlichkeiten wie z. B. Bier- oder Weinkaschemmen. Das Humoristische kommt garantiert nicht zu kurz …
Ursula Neeb: „Der Wundermann“
Als der geheimnisvolle Martin im spätmittelalterlichen Frankfurt auftaucht, ist die ganze Stadt entzückt. Nach kurzer Zeit verkehrt er bereits in den besten Kreisen und bezaubert die feine Gesellschaft rund um den Römer. Für sie ist er der Wundermann, doch sie kennen das Lebensmotto des Erzschelms nicht: Die Welt will betrogen sein. Ursula Neebs Roman handelt im Frankfurt des 16. Jahrhunderts, in dem Gaukler, Pfaffen und Goldmacher die Messestadt unsicher machen …
Blues-Matinee im Stadtteilzentrum der AWO
Der Frankfurter Bund für Volksbildung und die AWO Sossenheim laden alle Freundinnen und Freunde des Blues zur nächsten Blues-Matinee herzlich ein. Sie findet am Sonntag, den 15. Mai 2011, im Stadtteilzentrum der AWO, Dunantring 8, statt. Der Beginn ist um 11.00 Uhr und der Eintritt ist, wie immer, frei.
Als „Down Home Percolators“ bekannte Bluesmusiker Klaus „Mojo“ Killian (Gesang, Bluesharp, Gitarre) und Bernd „Snoopy“ Simon (Gesang, Gitarre) spielen den traditionellen Blues der 20er bis 50er Jahre – mit authentischen Sound, aber in eigener Interpretation; mit Respekt vor der Tradition, aber immer mitreißend und dynamisch, mit virtuosem Mundharmonika- und Gitarrenspiel, vor allem aber mit jede Menge Feeling.
Zwischen den Sets ist auch für das leibliche Wohl der Gäste zu zivilen Preisen bestens gesorgt. Marianne Karahasan, Leiterin des Stadtteilzentrums der AWO, ist überzeugt, dass auch diese Matinee für die Freundinnen und Freunde des Blues, wie in den vergangenen Jahren, zu einem unvergessenen Erlebnis werden wird.
Viele Erinnerungen wurden wach
Sossenheim, 12.04.2011: Ein gut besuchter Dia-Vortrag von und mit dem Lokalhistoriker Günter Moos im Stadtteilzentrum der Arbeiterwohlfahrt, am Freitag, dem 8. April, rief bei vielen Besucherinnen und Besuchern Erinnerungen wach und versetzte sie in frühere Zeiten zurück.
Günter Moos verstand es mit seinem „Spaziergang durch Sossenheim“ in Bildern und Beschreibungen den Anwesenden Heimatgefühle zu vermitteln und sie förmlich beim Rundgang mitzunehmen. Auch die geschichtliche Entwicklung kam nicht zu kurz.
Urkundlich erwähnt wird Sossenheim zum ersten Mal 1218. Es gehörte bis 1803 zum Kurfürstentum Mainz und danach bis 1866 zum Herzogtum Nassau. 1866 wurde Sossenheim preußisch; 1928 durch Eingemeindung ein Stadtteil von Frankfurt am Main.
Es wurde offensichtlich, dass Menschen, ob Eingeborene oder Zugezogene, doch eine tiefe Beziehung zu ihrem Stadtteil haben und auf die Geschichte sowie ökonomische, soziale, kulturelle und politische Entwicklungen und Veränderungen, die sie teilweise mit erlebt und mit gestaltet haben, sehr interessiert sind.
Übereinstimmend wurde von den Teilnehmern der Wunsch geäußert, dass es nicht bei einem mal bleiben solle, sondern weitere solche Informationsveranstaltungen über die „Heimat“ Sossenheim und Frankfurt folgen sollten. Diesem Wunsch wird der Frankfurter Bund für Volksbildung nachkommen. (YK)
Das Ostend – der Stadtteil voller Überraschungen
Fotoausstellung von Hermann Wygoda im Haus der AWO Frankfurt
Mit rund 30 Fotografien zeigt der Frank-furter Reporter und Fotograf Hermann Wygoda das alte und neue Bild des Frank-furter Ostends. Von der Großmarkthalle und ihrem Umbau in die Zentrale der Eu-ropäischen Zentralbank, eine der wichtigsten und mächtigsten der Welt, bis zur Lahmeyerbrücke wurden die markantesten und interessantesten Motive aus dem Frankfurter Stadtteil ausgewählt, der noch vor wenigen Jahren als „Schmuddel-Stadtteil“ angesehen wurde.
Zu dem Bild des Ostends gehören ebenso die Künstlerateliers, Gref Völsings Rindswürste, die Server im DE-CIX, das Institut für Neue Medien, der Ostpark und der Zoo oder die Automeile auf der Hanauer Landstraße und das Containertermi-nal im Hafen. Auch an das ehemals jüdische Viertel Frankfurts, das in der vernich-teten Synagoge an der Friedberger Anlage sein sichtbares Symbol verloren hat, wird in der Ausstellung mit historischen und aktuellen Aufnahmen gedacht. Mit seinen vor zehn Jahren fertig gestellten Bürogebäuden in der Hanauer Landstra-ße, hatte der Immobilienentwickler Ardi Goldmann die Initialzündung für die Neu-entwicklung der Hanauer Landstraße nach dem Verlust ihrer Aufgabe als Indust-riestandort gegeben.
Die Ausstellung zeigt die Bandbreite des Stadtteils mit historischen Fotos, die die Entwicklung des Stadtteils verdeutlichen. Was im 19. und dem beginnenden 20. Jahrhundert der Hafen war, sind heute im Ostend die IT-Infrastruktur und die Eu-ropäische Zentralbank, die der Stadt weltweites Renomée verschaffen.
„Frankfurts Ostend ist, auch wenn viele das nicht wahrnehmen, einer der vielfäl-tigsten und spannendsten Stadtteile Frankfurts“, sagte die Vorsitzende der AWO Ostend und des Frankfurter Bundes für Volksbildung, Dr. Renate Wolter-Brandecker, in ihrer Einführung zu der Ausstellung. Die Arbeiterwohlfahrt wolle, dass den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in dem Gebäude arbeiten, ein Ge-fühl für den Stadtteil vermittelt wird.
Die AWO Kreisverband Frankfurt am Main e. V. ist sowohl mit ihrer Geschäftsstel-le als auch mit einer ihrer größten Pflegeeinrichtungen, dem August-Stunz-Zentrum, im Ostend verankert. „Als Wohlfahrtsverband wollen wir im Rahmen un-serer Kampagne „Solidarische Stadtgesellschaft“ dafür Sorge tragen, dass der Wandel des Ostends ein sozial verträglicher wird“, erklärt Dr. Jürgen Richter, Ge-schäftsführer der AWO Frankfurt. „Aber natürlich zählt zur Lebensqualität eines Stadtteils noch vieles mehr, insbesondere das kulturelle Angebot. Darum haben wir die Fotoausstellung von Hermann Wygoda hier zu uns ins Haus geholt und la-den alle Ostend-Fans und Interessierte sehr herzlich dazu ein.“
Das Ostend – Fotografien von Hermann Wygoda
Die Ausstellung ist vom 7. Dezember 2010 bis zum 30. April 2011 im Haus der AWO Frankfurt (Henschelstraße 11, 60314 Frankfurt am Main / Ostend) zu sehen.
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 9.00-17.00 Uhr, Freitag 9.00-12.00 Uhr.
Öffentliche Verkehrsmittel: U 6 bis Ostbahnhof, Ausgang Danziger Platz.

120 Jahre Volksbildung in Frankfurt am Main
Dr. Renate Wolter-Brandecker neue Vorsitzende des Frankfurter Bundes für Volksbildung
Die Mitglieder des traditionsreichen Frankfurter Bund für Volksbildung e.V., gegründet vor 120 Jahren zunächst als „Ausschuss für Volksvorlesungen“, haben kürzlich die stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin und Vorsitzende des AWO Ortsvereins Ostend, Dr. Renate Wolter-Brandecker, zur neuen Vorsitzenden gewählt. Sie tritt damit die Nachfolge von Erich Nitzling an.
Der Frankfurter Bund für Volksbildung ist mit großen Frankfurter Namen wie Karl Flesch, Wilhelm Epstein, Carl Tesch und Walter Möller verbunden, die alle in verantwortlicher Position die Volksbildung in der Stadt Frankfurt am Main geprägt haben.
Das „Volksbildungsheim“ am Eschenheimer Tor, die „Volksbühne“, das „Seminar für Politik“ und die „Volkshochschule (VHS)“ gehörten bis zur Kommunalisierung 1977 zum Frankfurter Bund für Volksbildung.
Somit ist der Frankfurter Bund für Volksbildung die „Mutter“ bzw. der „Vater“ der heutigen Volksbildung in Frankfurt am Main, die in diesem Jahr am 19. November 2010 im Rahmen einer Bildungs- und Kulturnacht in der Volkshochschule ihren 120. Geburtstag begeht.
Heute – mit geringen finanziellen Mitteln - beinhaltet das Programm des Frankfurter Bundes für Volksbildung Kultur- und Bildungsveranstaltungen, vom Malkurs über die „Lesereise“ bis zur Filmreihe. „Wir werden mit unseren Angeboten verstärkt in ausgewählte Stadtteile gehen“, zeigt Frau Dr. Renate Wolter-Brandecker die Ausrichtung des Frankfurter Bundes für Volksbildung an. Mit verschiedenen Kooperationspartnern vor Ort sollen Menschen erreicht
werden, die die zentralen Kultur- und Bildungsangebote nicht wahrnehmen.
Zu weiteren Vorstandsmitgliedern wurden Yilmaz Karahasan als stellvertretender Vorsitzender, Bernd Scherf als Schriftführer, Henning Hoffmann als Kassierer und Hans-Dieter Bürger, Rudi Kraus, Anna Latsch, Hans Pleitgen und Wolf von Wolzogen als Beisitzer gewählt.
Allaa beim Äppelwoi
(zur Veranstaltung mit Rainer Weissbecker am 29.10.2010 in Sossenheim)
Wenn auch Rainer Weisbeker, bekannter Frankfurter Mundartdichter, Sänger, Komponist, Gitarrist, Akkordeon- und Bluesharpspieler, also ein Vollblut-Bluesmusiker, am vergangenen Freitag aus seinem neuesten Programm „Allaa bei Äppelwoi“ seine „Bluesikalische Lesung“ im Stadtteilzentrum der AWO in Sossenheim vortrug, war er wahrlich nicht allein. Die Plätze im Saal reichten nicht aus. Es mussten etliche Stühle herein geschleppt werden. Trotzdem mussten viele Gäste des Abends im Flur des Stadtteilzentrums stehend dem Programm folgen. Weisbecker ist halt für die Sossenheimer kein Unbekannter. Durch seine Auftritte im Stadtteilzentrum der AWO in den letzten Jahren konnte er sich einen großen Fankreis aufbauen.
Für die Gäste, die aus anderen „Sprachregionen“ anreisen, gab es zu Beginn des Programms und auch zwischen durch eine humorvolle Einführung in den Frankfurter Dialekt. Dadurch konnten die Zuhörer, die der Frankfurterisch nicht mächtig sind, sprachlich auf das gleiche Niveau gebracht werden. So konnte jeder die dann im Programm folgenden Lieder und Gedichte im Frankfurter Dialekt gut verstehen.
Weisbeker verstand und versteht es meisterhaft, neben heiteren und witzigen Gedichten aus seinen Büchern alte Frankfurter Lieder und Redensarten mit dem zeitgenössischen Mundartblues aus der Feder eines Liedermachers zu einem kurzweiligen Dialektcocktail zu verrühren.
Es war wieder einmal ein Erlebnis für alle Zuhörer im Stadtteilzentrum der AWO in Sossenheim, diesen Cocktail genossen zu haben. (YK)
Wer wir sind und was wir bieten
Der Frankfurter Bund für Volksbildung bietet Bürgern die Teilnahme an Kulturveranstaltungen, Reisen und Besichtigungen von Einrichtungen in Frankfurt und Umgebung an. Wir ermöglichen unseren Teilnehmenden den Blick hinter die Kulissen, was sie als Einzelne in der Regel nicht erfahren können. Auf diese Weise erleben Sie sinnlich die Vielfalt unserer Stadt Frankfurt am Main. Unser abwechslungsreiches Programm halten Sie in den Händen – wir freuen uns auf Sie!





